Grundsätzliche Einschätzungen
Die Lage wird geprägt durch politische, soziale und wirtschaftliche Spannungen. In den grösseren Städten kommt es immer wieder zu örtlichen Streiks, teils gewaltsamen Demonstrationen und Strassenblockaden. Unruhen haben wiederholt Todesopfer und Verletzte gefordert. Zum Beispiel sind in Kapstadt im August 2023 während Streiks von Taxiunternehmen mindestens fünf Personen, darunter ein unbeteiligter britischer Arzt, getötet worden. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden verschiedener Lager sowie zwischen Demonstrierenden und den Sicherheitskräften kommen vor. Besonders betroffen sind die Provinzen KwaZulu-Natal und Gauteng.
Allgemeine Sicherheitshinweise für Südafrika
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Terrorismus und Entführungen
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten, meiden Sie Demonstrationen jeder Art, und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Sperrzonen).
Kriminalität
Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Kriminelle sind häufig bewaffnet, gehen brutal vor und schrecken auch vor Morden nicht zurück. Zum Beispiel wurden am 25. Mai 2023 in Kapstadt vier bulgarische Staatsangehörige erschossen. Im Oktober 2022 wurde ein deutscher Tourist in Numbi (Provinz Mpumalanga) bei der Fahrt zum Krüger Nationalpark überfallen und erschossen.
Für Ausflüge in die Nationalparks informieren Sie sich bei der Nationalparkverwaltung und befolgen deren Empfehlungen. South African National Parks Diebstahl von Autos unter Androhung oder Anwendung von Gewalt ist verbreitet.
Vermehrt kommt es auch zu Überfällen auf Fahrzeuge:
Um die Insassen zu berauben, schlagen Kriminelle an Kreuzungen, bei Verkehrsampeln oder im stockenden Verkehr Autoscheiben ein oder legen auf Überlandstrassen und Autobahnen Nagelbretter aus. Im Dezember 2022 sind bei einem Angriff auf einen Bus, der von Pretoria (Provinz Gauteng) nach Harare (in Simbabwe) reiste, mehrere Menschen getötet, verletzt oder ausgeraubt worden. Entführungen mit Lösegeldforderungen nehmen auch ausserhalb der besonders betroffenen Provinzen Gauteng, Western Cape und KwaZulu-Natal zu.
Auszug einiger Kriminalitätsfälle
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- Am 26. April 2024 ist in Stilfontein (Provinz North West) eine Person aus ihrem Haus entführt worden.
- Am 24. Februar 2024 ist in Northam (Provinz Limpopo) ein deutscher Tourist entführt und getötet worden.
- Am 6. Januar 2024 sind in Mbombela (Provinz Mpumalanga) vier kanadische Touristen von Personen, welche sich als Polizeipersonal ausgegeben haben, entführt worden.
- Am 16.März 2023 ist in Gqeberha (Provinz Eastern Cape) ein Mitarbeiter einer medizinischen Praxis entführt worden;
- Am 20. Januar 2023 ist am O.R. Tambo Flughafen in Johannesburg (Provinz Gauteng) ein indischer Geschäftsmann entführt worden;
- Am 22. Dezember 2022 sind zwei Personen, darunter eine Person mit chinesischer Staatsangehörigkeit, in Kapstadt (Provinz Western Cape) entführt worden.
- Eine Person wurde von den Entführern getötet.
- Bei so genannten Express-Entführungen werden die Opfer ausgeraubt und zu Bargeldbezügen mit der Kreditkarte gezwungen. Im ganzen Land werden viele Vergewaltigungen und andere Sexualdelikte verübt. Opfer werden auch Ausländerinnen und Ausländer. Es kommt auch zu gewaltsamen Übergriffen gegen afrikanische Ausländerinnen und Ausländer.
Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
Einzelreisende sind besonders gefährdet. Schliessen Sie sich wenn möglich organisierten Gruppenreisen an;
- Verhalten Sie sich diskret. Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich;
- Erkundigen Sie sich im Hotel, bei den Tourismusbüros oder den Tourist Units über Stadtteile und Orte, die zu meiden sind.
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Ganz wichtig zu beachten
- Gehen Sie nachts NIE allein auf die Strasse;
- Führen Sie ein Mobiltelefon mit sich und informieren Sie sich über die Notfallnummern;
- Setzen Sie Ihre Kreditkarte mit grosser Vorsicht ein, denn Missbrauch ist verbreitet;
- Geldautomaten werden teilweise für Missbräuche manipuliert. Benutzen Sie Bancomaten nur im Innern von überwachten Banken und dies nur tagsüber.
- Achten Sie darauf, dass Ihnen beim Betreten oder Verlassen der Bank niemand folgt;
- Lassen Sie insbesondere bei Ankunft und Abreise am O.R. Tambo-Flughafen in Johannesburg grosse Vorsicht walten.
- Vermeiden Sie, gleich nach Ankunft auf dem Flughafen Geldautomaten zu benutzen;
- Meiden Sie wenn möglich die Bahnhöfe von Johannesburg und Kapstadt.
- Falls sich Bahnfahrten nicht vermeiden lassen: Benutzen Sie in Johannesburg, Pretoria und Durban keine Vorortszüge.
- Eine sicherere Alternative bilden die Intercity-Busverbindungen renommierter Firmen und der Gautrain (Verbindung Pretoria–Johannesburg–Flughafen), bzw. Busverbindungen zum und vom Gautrain;
- Benutzen Sie bei Fahrten von und zu den Flughäfen nur die Hauptverkehrsachsen. Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf Ihr Navigationsgerät, sondern überprüfen Sie die Route. Vermeiden Sie insbesondere bei Fahrten vom und zum Flughafen in Kapstadt Abkürzungen durch Townships, da es dort vermehrt zu Überfällen kommt;
- Benutzen Sie keine Minibus-Taxis;
- Ziehen Sie für Autofahrten in Betracht, einen Wagen mit Chauffeurin oder Chauffeur zu mieten;
11.03.25, 15:16 Reisehinweise für Südafrika https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/vertretungen-und-reisehinweise/suedafrika/reisehinweise-fuersuedafrika.html 5/12
- Wenn Sie selbst ein Auto lenken: Seien Sie in den Städten und auf wenig befahrenen Überlandstrecken besonders wachsam. Halten Sie die Autofenster geschlossen und verriegeln Sie die Türen;
- Besuchen Sie die Townships in den Randgebieten der grossen Städte nur mit organisierten Touren und in Begleitung;
- Unternehmen Sie Wanderungen und Trekkings nur mit geführten Touren (einschliesslich Tafelberg);
- Bei Zufallsbekanntschaften in Bars und Restaurants ist Vorsicht geboten. Es kommt vor, dass mit Betäubungsmitteln versetzte Getränke angeboten werden, um das Opfer zu berauben;
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.